Johann Gottlieb Christaller an Rapps
(Schorndorf, 9. Aug. 1869)
M3,69 G C 11
<1>
(Probleme während der Ferien.) [...] ich konnte vorige Woche fast nichts thun u am Sa, als ich mir wieder ein feuchtes Handtuch um den Unterleib gewickelt u wohl mit Wachstuch u Flanellbinde umwunden hatte, überfiel mich ein Frieren, daß ich das Tuch wieder ablegte, aber den ganzen Tag nicht recht warm werden konnte. Nachts hatte ich wieder fieberische Träume u am Morgen Schweiß. [...]
<2>
(Seine Energien sind wegen der Erkrankung stark reduziert): [...] Ich fühle mich freilich sehr arm u ungeschickt [...], ich bin selber krank u schwach, [...] gerade jetzt sollte meine Arbeit mir recht aus der Hand u vonstatten gehen, da unmittelbar vor meiner Abreise von Basel die langersehnte Entscheidung über die schließliche Feststellung unseres Alphabets seitens der Committee erfolgte.
<3>
Ich wünsche mir sehnlich, in diesen Tagen neuer Enttäuschung recht glauben u recht lieben (und auch vergeben) u im Glauben beten zu lernen, u dann, daß der Herr mir Kraft u Gnade schenke, zunächst das Manuskript der Bibel ganz ausarbeiten zu dürfen.
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Nöldeke E (2006). Christaller-Biographie. Afrikanistik online, Vol. 2006. (urn:nbn:de:0009-10-2997)
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