Emilie an Mutter R. Ziegler:
Familiäre Spannungen in Waiblingen sollen geschlichtet werden
(Basel, 20. Juni 1860)
M3,60 Em 2
<1>
[...] Mir gehts gottlob ordentlich, jeder Tag hat seine Last, aber auch seine Freude u Erquickung, denn der Herr hilft durch.
<2>
Daß Du immer noch leidend bist, bedauern wir, aber das sind die Tage, von denen es heißt, daß sie uns nicht gefallen, u sie werden uns immer weniger gefallen können, je höher es ins Alter hinauf geht. Wohl dem, der in diesen Tagen sich auf dem Wege befindet, der zur Seligkeit führt. [...]
<3>
(G.Chr. versucht in seinem großen Brief-Zusatz in den vorhandenen familiären Spannungen auf 5 weiteren Seiten etwas zu vermitteln): [...] Ich bitte Euch, lb Eltern u Geschwister, nichts von dem, was ich u Emilie geschrieben oder nicht geschrieben haben, übelzunehmen. Wir sind beide keine Leute, die sich verstellen; Verbergen, Schmeicheln u Heuchelei taugt ja auch nichts. Unsere gegenwärtigen Zeiten sind sehr ernst u seelengefährlich.
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Empfohlene Zitierweise ¶
Nöldeke E (2006). Christaller-Biographie. Afrikanistik online, Vol. 2006. (urn:nbn:de:0009-10-2997)
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